Grüße aus Pécs!

Für die Zukunft der medizinischen Versorgung

Seit 2024 vergibt der Landkreis Cochem-Zell Medizinstipendien an junge Menschen, die nach ihrem Abschluss langfristig als Ärztinnen und Ärzte im Kurvenkreis tätig werden möchten. Ihr Studienort ist die Universität Pécs in Ungarn, an der das Medizinstudium in deutscher Sprache angeboten wird. Den Anfang machten Hanna und Damian, die mittlerweile bereits vier Semester erfolgreich abgeschlossen haben.

Ein großer Schritt im Medizinstudium

Als erste Stipendiatinnen und Stipendiaten des Landkreises Cochem-Zell starteten die zwei im Wintersemester 2024/2025 ihr Medizinstudium in Ungarn. Inzwischen haben sich die beiden gut in ihrer Studienstadt eingelebt, viele neue Erfahrungen gesammelt und bereits einige Freundschaften geknüpft. 

Auch Anna-Sophie, die seit letztem Jahr mit einem Stipendium des Landkreises in Pécs studiert, startete mit Hanna und Damian dieses Semester in einen neuen Abschnitt des Studiums. 

Die Medizinstudenten Hanna und Damian stehen vor der Universität in Pécs, Ungarn.
Hanna und Damian sind bereits im fünften Semester ihres Studiums.


Im fünften Semester steht für die drei nämlich ein ganz besonderer Meilenstein an: Der Wechsel vom vorklinischen in den klinischen Abschnitt des Studiums. „Nach zwei intensiven und spannenden Jahren im Medizinstudium war es nun endlich soweit, unsere White Coat Ceremony stand an“, erklärt Damian. Auch Hanna betont: „Mit der bestandenen Vorklinik - in Deutschland besser bekannt als Physikum - haben wir einen wichtigen Abschnitt unseres Medizinstudiums erfolgreich abgeschlossen.“

Bühne der White Coat Ceremony.
Feierlichkeiten zur White Coat Ceremony an der Universität Pécs.


Die „White Coat Ceremony“ ist eine feierliche Tradition, bei der Medizinstudierende symbolisch ihren ersten weißen Arztkittel überreicht bekommen, nachdem sie die erste große staatliche Zwischenprüfung, das Physikum, bestanden haben. Für sie war die Zeremonie daher ein ganz besonderer Moment. 

„Die Feier war sehr festlich gestaltet und besonders die Reden der Professorinnen und Professoren waren für mich ein echtes Highlight“, erzählt Hanna. Auch Damian berichtet: „Die White Coat Ceremony war für mich ein wunderschöner Abschluss der ersten beiden Studienjahre und gleichzeitig der Start in einen neuen Abschnitt.“

Mit dem bestandenen Physikum beginnt für die drei Studierenden nun der klinische Teil ihres Medizinstudiums. „Mit Fächern wie der Einführung in die Innere Medizin geht es für mich jetzt regelmäßig ins Krankenhaus, wo wir verschiedene Untersuchungsmethoden erlernen und erstmals auch festen Patientenkontakt haben“, beschreibt Damian die nächsten Schritte seines Studiums. 

Die ersten Wochen des klinischen Abschnitts haben sie inzwischen bereits hinter sich. „Zum ersten Mal haben wir regelmäßigen Patientenkontakt und können das Wissen aus den vielen vorklinischen Fächern tatsächlich anwenden“, berichtet Hanna.

Eine besondere Herausforderung ist dabei die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten auf Ungarisch. Trotzdem überwiegt die Vorfreude auf die kommenden Semester. „Es ist schön zu merken, wie die vielen einzelnen ‚Puzzleteile‘ aus den Grundlagenfächern langsam zusammenpassen und plötzlich ihre klinische Bedeutung bekommen“, so Hanna, die ihre Vorklinik mit besten Noten bestanden hat. „Man versteht immer mehr, wofür man all die Grundlagen gelernt hat und genau das macht den klinischen Abschnitt bisher unglaublich spannend und einfach richtig Spaß.“

Damian blickt ebenfalls motiviert auf die kommende Zeit: „Ich freue mich sehr auf die kommenden Semester, die klinischen Erfahrungen und alles, was noch vor mir liegt!“

Gruppenfoto nach der White Coat Ceremony mit (v.l.n.r.) Damian, Hanna und Anna-Sophie im weißen Kittel.
(v.l.n.r.) Damian, Hanna und Anna-Sophie während der White Coat Ceremony.

Motiviert ins neue Semester

Auch Melika startet mit viel Motivation in ein neues Studiensemester. Im vergangenen Jahr hat sie ihren Stipendienvertrag unterzeichnet und inzwischen bereits die ersten Semester an der Universität Pécs absolviert. „Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen und war gleichzeitig voller schöner und neuer Erfahrungen“, beschreibt Melika ihre bisherigen Eindrücke. Im dritten Semester steht nun unter anderem der Präparierkurs auf dem Programm. „Ich bin gespannt darauf, die Anatomie praktisch zu erleben und dabei noch einmal ganz anders und intensiver zu lernen“, erzählt sie.

Doch das neue Semester hält auch einige Herausforderungen bereit. Besonders das Neuroanatomie-Rigorosum nennt Melika als anspruchsvollen Teil des kommenden Studienabschnitts. Trotzdem blickt sie optimistisch nach vorne: „Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass nach dem dritten Semester vieles noch spannender und vielleicht auch etwas entspannter wird, weil ich dann einen großen Teil der Grundlagen hinter mir habe.“ Eines steht für Melika fest: „Ich freue mich auf die nächsten Schritte auf meinem Weg!“

Start ins Medizinstudium

Noch ganz am Anfang ihres Weges steht unsere diesjährige Stipendiatin Anna. Vor wenigen Monaten war sie noch bei uns im Kurvenkreis und hat ihren Stipendienvertrag unterzeichnet. Inzwischen ist sie in Ungarn angekommen und hat die ersten Wochen ihres Medizinstudiums hinter sich. „Am Anfang ist natürlich vieles neu und manchmal auch etwas überwältigend“, beschreibt sie ihre ersten Eindrücke an der Universität Pécs. „Es gibt unglaublich viel zu lernen und nicht alles versteht man direkt.“

Melika und Anna konnten sich in Ungarn bereits vernetzen und stehen gemeinsam vor der Uni in Pécs.
Melika und Anna konnten sich in Ungarn bereits vernetzen.

Der Start in das Medizinstudium ist bereits eine große Umstellung und zusammen mit dem Leben in einem neuen Land kommt für Anna noch eine weitere spannende Erfahrung hinzu. Umso hilfreicher ist die Unterstützung innerhalb der Studierendengemeinschaft. „Die Unterstützung unter den Kommilitoninnen und Kommilitonen macht den Start definitiv leichter“, erklärt Anna. Auch zu den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Landkreises konnte sie bereits Kontakt aufnehmen.

Ihr erster Eindruck vom Studium ist positiv und die Motivation, weiter zulernen, ist groß. Damit hat auch Anna die ersten Schritte auf ihrem Weg in den Arztberuf gemacht.

Ein gemeinsamer Weg mit einem klaren Ziel

Ob gerade erst angekommen, mitten in den ersten Semestern oder bereits im klinischen Abschnitt: Unsere fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten gehen ihren ganz eigenen Weg durch das Medizinstudium. Dabei freuen wir uns, ihre Entwicklung begleiten und immer wieder Einblicke in ihren Studienalltag in Pécs erhalten zu können.

Für das neue Semester wünschen wir allen vier weiterhin viel Erfolg, spannende Erfahrungen und natürlich auch die nötige Ausdauer für die kommenden Prüfungen und Herausforderungen!

Bei allen Fragen rund um das Medizinstipendium und die weiteren Unterstützungsangebote für Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner steht euch eure Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung: