Unternehmensreportage Johann 2026
Es lohnt sich immer, das Ehepaar Johann von der Versicherungsagentur Johann & Johann im Auge zu behalten. Denn die beiden Vorsorge-Experten zeigen, was ein kleines Unternehmen in kürzester Zeit schaffen kann, wenn die Leute dahinter für ihre Arbeit brennen.
Stillstand? Kommt nicht in Frage!
Seit dem letzten Besuch bei Susanne und Sascha Johann in Ulmen sind drei Jahre vergangen. Manch anderes Unternehmen hätte in dieser Zeit vielleicht einen neuen Drucker angeschafft oder eine aktuellere Software-Version aufgespielt. Das Versicherungsvermittler-Duo am Alten Postplatz in Ulmen hat stattdessen eine rasante Unternehmensentwicklung hingelegt, von der sich größere Betriebe einiges abschauen könnten:
„Unsere Sichtbarkeit in der Region ist auf jeden Fall gestiegen“, sagt Sascha Johann. „Uns erreichen inzwischen mehr Anfragen, gerade auch wegen unserer noch umfangreicheren digitalen Angebote.“ Darum stehe die Digitalisierung weiterhin im Fokus – „auch wenn das ruhig noch etwas schneller gehen könnte“, wie Sascha Johann erklärt. Doch die Systeme hinkten seinen Vorstellungen noch so manches Mal hinterher.
Auch das Kursangebot werde super angenommen, ergänzt Susanne Johann. Vor drei Jahren hatten die beiden unter dem Markendach der Württembergischen gerade begonnen, die Menschen der Region in Sachen Erste Hilfe, Brandschutz oder Gesundheit und Prävention weiterzubilden.
Inzwischen füllen sich die Kurse mit jeder Terminankündigung fast von selbst. Das ist kein Zufall: „Durch unsere Arbeit und die Begleitung von Kunden merken wir schnell, welche Informations- und Weiterbildungsbedarfe bestehen“, erklärt Susanne Johann. Das gelte gerade bei eher schwierigen Themen: „Wo kriegt man denn sonst gesagt, welche Versicherungen etwa im Fall von Demenz angepasst werden müssen?“
Den Impact ihres Angebots erleben die Johanns nicht in Zahlen, sondern in Momenten, die bleiben – in Geschichten, die nur das Leben schreiben kann. „Ein Teilnehmer hat mir einmal erzählt, dass er nach unserem Erste-Hilfe-Kurs einem Kollegen das Leben retten konnte. In so einem Moment wird dir erst richtig bewusst, was das bedeutet.“, sagt Susanne Johann.
Auch der Multiplikationseffekt ist nicht zu unterschätzen: „Wenn wir zwei- bis dreimal im Jahr solche Kurse geben, bedeutet das: Da sind Menschen, die im Ernstfall nicht erst überlegen, sondern einfach handeln und manchmal ist genau dieser Moment entscheidend.“
Betreuung ohne Kleingedrucktes
An ihrem Kerngeschäft hat sich für die Johanns nichts geändert. Sie sehen sich als Vorsorgepartner für alles, was im Leben wichtig ist – vor allem, wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Dabei helfe die Digitalisierung aber zum Beispiel nur bedingt weiter:
„Der persönliche Kontakt ist wichtiger denn je. Kunden sind froh, dass wir immer erreichbar und im Schadensfall direkt vor Ort sind. Das ist etwas völlig anderes als eine anonyme Hotline“, hält Susanne Johann im Gespräch mit uns fest.
Es habe sich in den vergangenen Jahren klar bestätigt, was die Johanns schon immer gepredigt haben: „Natürlich kannst du einen Vertrag im Internet abschließen. Das geht fix. Aber im Schadensfall stehst du dann da, weil du das Kleingedruckte nicht gelesen oder etwas nicht gewusst hast. In unserer Branche geht es aber ums Kleingedruckte – und wir machen es verständlich“, erläutert Sascha Johann.
Genauso wichtig sei es, die Menschen im Bedarfsfall zu entlasten und für sie einzutreten, etwa bei der korrekten Meldung eines Schadensfalls: „Dabei bist du in einer emotionalen Ausnahmesituation, da willst du nicht mit einer KI reden“, weiß Susanne Johann. Prozesse könne man ruhig digitalisieren, aber alles andere sei Aufgabe einer richtigen Agentur.
Verantwortung für die Region
Werden ihnen Schäden gemeldet, bringen die Johanns auch schonmal direkt die passenden Handwerker mit, die sich die Sache vor Ort anschauen, den Schaden lokalisieren und alles in die Wege leiten, um ihn möglichst schnell zu beheben. Wie das geht? „Wir haben ein tolles Netzwerk an Fachleuten in der Region, die verstehen, worum es uns geht. Das kürzt die Sache für unsere Kunden enorm ab“, sagt Susanne Johann.
„Dieses Netzwerk ist nicht nur im Schadensfall Gold wert, sondern auch für den Unternehmenserfolg entscheidend: Hier triffst du immer auf Menschen, die Lösungen sehen und bereit sind zu helfen. Ich glaube, genau das macht unsere Region so besonders.“
Kein Wunder also, dass die Johanns immer noch nicht auf die Idee kämen, irgendwo anders Wurzeln zu schlagen. „Die Kinder können hier alleine durchs Dorf in die Schule gehen, aber du bist trotzdem schnell in der großen Stadt“, bringt Susanne Johann die Vorteile ihrer Heimat auf den Punkt.
Letztendlich kommen die Johanns aber immer wieder darauf zurück, dass sie hier tagtäglich erfahren, wie wichtig ihr Beitrag für die Menschen des Umkreises sein kann: „Unsere Arbeit entscheidet oft darüber, ob eine Existenz oder eine Familie weiter bestehen kann oder an einem unvorhergesehenen Ereignis zerbricht. Dieser Verantwortung sind wir uns immer bewusst und vermitteln dies auch an unsere Kunden“, sagt Sascha Johann.
Zu Fuß zur Karriere
Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein, auch die Johanns müssen sich mit den typischen Herausforderungen der Zeit beschäftigen: Fachkräftesicherung ist immer noch ein Thema, so wie auch die Berufsorientierung junger Menschen.
Gerade Praktika würden in der Region dabei enorm unterschätzt. Die Johanns haben das Potenzial hingegen längst erkannt und nutzen es. Das Besondere an einem Praktikum ist für die Johanns vor allem eines: Man findet heraus, was wirklich zu einem passt – und manchmal eben auch, was nicht. „Ich liebe den Beruf, weil er so vielfältig ist. Aber das muss nicht zu jedem passen“, sagt Susanne Johann. „Und genau das ist völlig in Ordnung. Wenn wir merken, dass sich jemand in der Versicherungsbranche nicht wohlfühlt, dann ist das keine Enttäuschung – sondern eine wichtige Erkenntnis.“
Stattdessen schauen die Johanns gemeinsam mit den Praktikanten nach vorne: Wo liegen die Stärken? Was könnte besser passen? Ein kurzer Anruf, eine persönliche Empfehlung und oft öffnet sich direkt eine neue Tür, denn durch ihr starkes Netzwerk kennen sie viele Unternehmen in der Region.
„Ich finde jedoch, dass alle beim Thema Praktikum offener werden müssen“, wirft Sascha Johann ein. „Die jungen Leute müssen sich trauen, mehr Dinge auszuprobieren. Die Unternehmen müssen offener werden und jemanden auch einfach mal nur für zwei Wochen reinschnuppern lassen.“ Würde man hier umdenken, könnte der Nachwuchs ohne großen Aufwand unterschiedlichste Berufe kennenlernen, die Betriebe könnten leichter für ihre Ausbildungen werben und neue Talente anziehen.
Fragt man die Johanns nach den Aussichten für die nächsten drei Jahre, kommen sie schnell wieder zurück zu den Themen, die sie schon beim letzten Besuch beschäftigt haben: „Wir können Formulare digital versenden und unterschreiben lassen. Aber da möchte ich noch mehr erreichen“, erläutert Sascha Johann seine Vorstellungen. „Außerdem will ich, dass wir noch sichtbarer werden, dass noch mehr Menschen verstehen, wie wichtig gute Vorsorge und Absicherung sind.“ Dass sie auch diese Ziele umsetzen werden, steht für uns außer Frage. Wahrscheinlich sogar in weniger als drei Jahren.
Ihr wollt spannende Storys über unseren Kurvenkreis-Partner Johann & Johann lesen? Werft doch mal einen Blick in unseren neuen Blogbeitrag.
