Drei angehende Ärzte zu Gast im Kurvenkreis

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v.l.n.r.: Gesundheitsmanagerin Julia Wilde, Julius, Javier und Jonas.


Von Aachen nach Kaisersesch

Für einen Monat tauschten Javier, Jonas und Julius den Hörsaal gegen den Praxisalltag. Die Famulatur ist ein verpflichtender Bestandteil des Medizinstudiums, bei dem angehende Ärzte praktische Erfahrungen in medizinischen Einrichtungen sammeln. Bereits zum fünften Mal in Folge organisierte der Kurvenkreis gemeinsam mit der IKZ GESUNDHEIT MITeinander Zukunft eine Gruppenfamulatur, um Medizinstudierenden die hausärztliche Versorgung vor Ort näherzubringen.

Neben der Mitarbeit in den Praxen standen ergänzende Trainingsangebote und gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. So konnten die Teilnehmer nicht nur ihre medizinischen Kenntnisse vertiefen, sondern auch die Region und ihre Menschen kennenlernen.

Drei Praxen, viele Einblicke in den hausärztlichen Alltag

Im Mittelpunkt der Famulatur steht die hausärztliche Versorgung. Während ihrer Gruppenfamulatur waren die Studenten auf drei Praxen in Kaisersesch verteilt. Jeder hatte eine feste Praxis, in der er den medizinischen Alltag kennenlernte. Mit dabei waren Dr. Martin Nowak, die Gemeinschaftspraxis Groß, Johann, Dr. Ningel, Weis und das MVZ Valea Gesundheit.

Dabei wurde deutlich, wie vielfältig der Alltag in einer Hausarztpraxis ist. Neben Untersuchungen und Diagnosen spielen der persönliche Kontakt mit Patientinnen und Patienten, die Organisation der Praxis und die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe eine wichtige Rolle.

Besonders im Alltag profitierten die Studenten von den kurzen Wegen in Kaisersesch. Ihre jeweiligen Praxen konnten sie von ihrer Unterkunft aus bequem zu Fuß erreichen. Das machte den Aufenthalt unkompliziert und ermöglichte es ihnen zugleich, das Leben vor Ort unmittelbar kennenzulernen.

Praktische Fähigkeiten trainieren

Ergänzend zur Arbeit in den Praxen standen praktische Lernangebote auf dem Programm. Anfang Oktober hatten die Studenten Gelegenheit, das Skills Lab der BBS Cochem kennenzulernen. In der praxisnah gestalteten Lernumgebung konnten sie medizinische Handgriffe unter realitätsnahen Bedingungen üben. Dazu gehörte das Legen von Zugängen, das Messen des Blutdrucks, die Augenspiegelung und die Untersuchung des Gehörgangs.

Solche Übungen helfen dabei, theoretisches Wissen in die Praxis zu übertragen und mehr Sicherheit bei medizinischen Tätigkeiten zu gewinnen.

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Viele praktische Übungen konnten in Partnerarbeit aneinander geübt werden.


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Das Skills Lab bietet viele verschiedene Stationen, um wichtige...


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... praktische Fertigkeiten zu erlernen und üben.


Üben, ausprobieren & voneinander lernen

Auch chirurgische Nahttechniken kamen während der Gruppenfamulatur nicht zu kurz. Am 6. Oktober fand unter der Leitung von Professor Dr. Brauer ein Nahtkurs im Gesundheitsamt statt. Dabei konnten die Teilnehmer das Nähen von Wunden selbst ausprobieren und ihre praktischen Fähigkeiten vertiefen. Als Übungsmaterial dienten Schweineschwarten, die von der Metzgerei Noss aus Cochem gespendet wurden.

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Gruppenbild während dem Nahtkurs von Professor Dr. Brauer.


Neben den drei Famulanten nahmen auch Mitglieder des Nachwuchsmedizinernetzwerks des Landkreises an dem Kurs teil. So bot sich nicht nur die Gelegenheit, medizinische Fertigkeiten zu trainieren, sondern auch, andere junge Menschen aus dem Gesundheitswesen kennenzulernen und Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.

Wie gut das Angebot ankam, zeigt die Rückmeldung einer Nachwuchsmedizinerin, die besonders die angenehme Lernatmosphäre hervorhob: 

„Mir hat der Nahtkurs sehr gut gefallen und auch großen Spaß gemacht. Ich konnte viel lernen und das in einer so angenehmen und freundlichen Atmosphäre.“ Ihr Fazit: Der Nahtkurs sei „eine tolle Möglichkeit und Ergänzung zum Medizinstudium“.

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Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten viel aus dem Nahtkurs mitnehmen.


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Javier, Jonas und Julius erkunden den Kurvenkreis.


Den Kurvenkreis auch außerhalb der    Praxis kennenlernen

Eine Famulatur vermittelt weit mehr als medizinisches Fachwissen. Wer sich vorstellen kann, später in einer Region zu leben und zu arbeiten, möchte schließlich auch deren Lebensqualität und Freizeitmöglichkeiten kennenlernen. Deshalb gehören gemeinsame Aktivitäten ebenfalls zum Programm der Gruppenfamulatur. 

Bereits am ersten Wochenende Anfang September stand ein Ausflug zur Reichsburg Cochem auf dem Programm. Anschließend konnten sich die drei Studenten bei einem gemeinsamen Willkommensessen im Yumi Hotel in entspannter Atmosphäre austauschen. "Ich war wirklich positiv überrascht wie schön und vielfältig die Eifel ist und wie viel man dot erleben kann", berichtet Javier.

Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe zum Weingut Hans Götz in Fankel. Bei einer Weinprobe lernten die angehenden Ärzte die regionale Weinkultur näher kennen. Die amtierende Bruttig-Fankeler Weinkönigin Leonie und ihr Vater begleiteten die Verkostung von vier Weinen. Als besondere Überraschung erwartete die Gäste ein Begrüßungssekt. Eine anschließende Führung durch den Weinkeller rundete den Besuch ab und vermittelte weitere Einblicke in den Weinbau an der Mosel.

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Führung durch den Weinkeller des Weinguts Hans Götz.


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Gruppenfoto mit Leonie, der Weinkönigin aus Bruttig-Fankel.



Nachwuchs für die medizinische Versorgung gewinnen

Die Gruppenfamulatur bot den drei Medizinstudenten die Möglichkeit, die hausärztliche Versorgung aus nächster Nähe kennenzulernen und eigene praktische Erfahrungen zu sammeln. Durch die Einblicke in verschiedene Praxen, ergänzende Trainingsangebote und den Austausch mit medizinischen Fachkräften lernten sie unterschiedliche Facetten des Berufsalltags kennen. Gleichzeitig konnten Kontakte zu Einrichtungen und Menschen enstehen, die auch für ihren weiteren beruflichen Weg von Bedeutung sein können.

Darüber hinaus erlebten die Studenten, was den Kurvenkreis als Lebens- und Arbeitsort auszeichnet. Engagierte Praxisteams, kurze Wege, vielfältige Lernmöglichkeiten und attraktive Freizeitangebote zeigten, dass die Region auch abseits des Berufs einiges zu bieten hat.

Ihr möchtet mehr über die Gruppenfamulaturen oder die medizinische Versorgung im Kurvenkreis erfahren? Eure Ansprechpartnerin hilft euch gerne weiter:

Gesundheitsmanagerin Julia Wilde | E-Mail: julia.wilde@cochem-zell.de | Telefon: 02671 61-696